Sirât
Ein Film wie ein Rauschzustand zwischen Ekstase und Abgrund: Oliver Laxe schickt in „Sirât“ eine Gruppe von Menschen auf eine existenzielle Reise durch karge Landschaften…
Olivia Colman zählt zu den vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation. Mit einer beeindruckenden Bandbreite hat sie sich sowohl auf der großen Leinwand als auch im Fernsehen einen festen Platz in der internationalen Filmlandschaft erobert. Diese 5 Filme sollten Streaming-Fans nicht verpassen!
(Quelle: Yannis Drakoulidis/Netflix © 2021.)
Ihre Rollen sind nuanciert und stets getragen von einer natürlichen Präsenz und emotionalen Tiefe. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf fünf herausragende Filme, in denen Olivia Colman ihr außergewöhnliches Talent unter Beweis stellt – Werke, die nicht nur ihre Karriere geprägt, sondern auch das Publikum weltweit berührt haben.
„Eine Dame möchte sich gelegentlich amüsieren“
Worum geht’s? England im 18. Jahrhundert: Während das Land im Krieg mit Frankreich steht, ist die gebrechliche Königin Anne (Olivia Colman) kaum fähig zu regieren. Ihre Vertraute Lady Sarah (Rachel Weisz) führt deshalb faktisch die Regierungsgeschäfte und versucht gleichzeitig, Annes wechselhafte Stimmungen zu bändigen. Als Sarahs Cousine Abigail (Emma Stone) als Dienstmädchen an den Hof kommt, erregt sie mit ihrem Charme und ihrer Gewandtheit schnell die Aufmerksamkeit der Königin. Zwischen Abigail und Sarah entbrennt schon bald ein intrigantes Ringen um Macht, Einfluss und Nähe zur Monarchin. Was als höfisches Spiel beginnt, entwickelt sich zu einem erbitterten Konkurrenzkampf.
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Bekannte Gesichter: Olivia Colman (The Crown, Broadchurch, The Father), Rachel Weisz (Die Mumie, Der ewige Gärtner, Black Widow), Emma Stone (La La Land, Zombieland, Cruella), Nicholas Hoult (Mad Max: Fury Road, X-Men: Erste Entscheidung, About a Boy oder: Der Tag der toten Ente), Joe Alwyn (Maria Stuart, Königin von Schottland, Die irre Heldentour des Billy Lynn, Eine Handvoll Worte)
Geeignet für Fans von schwarzen Komödien, die sich mit Machtkämpfen und Geschlechterrollen auseinandersetzen.
Nicht geeignet für Zuschauer, die lieber akkurate Geschichtsfilme schauen statt bitterböse Satire im Stile von The Lobster.
Highlight: Der Film zeichnet sich durch die absurde Darstellungen der höfischen Kultur voller Intrigen aus. Besonders hervorzuheben sind die scharfzüngigen Dialoge und die schauspielerische Leistung, insbesondere die des weiblichen Casts. Olivia Colman erhielt für ihre Hauptrolle eine Oscar-Auszeichnung.
Schon gewusst? Regisseur Yorgos Lanthimos (Poor Things, The Lobster) ist bekannt für seine skurrilen Filme. Mit „The Favourite“ wagte er sich erstmals an einen historischen Stoff, blieb aber seinem unverwechselbaren Stil treu.
„Ich sehe Böses in diesem Zug“
Worum geht’s? Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) befindet sich auf der Rückreise von einem abgeschlossenen Fall, als seine Zugfahrt im legendären Orientexpress durch einen Mord unterbrochen wird. Einer der Passagiere wird tot aufgefunden und bald steht fest: Der Täter ist noch an Bord. Unter Verdacht stehen unter anderem die spanische Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), die Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), Professor Gerhard Hardman (Willem Dafoe), die resolute Mrs. Hubbard (Michelle Pfeiffer) sowie Dr. Arbuthnot (Leslie Odom Jr.). Doch statt sich ausschließlich auf die Verdächtigen zu konzentrieren, erkennt Poirot, dass der Schlüssel zur Lösung des Falls im Leben des Opfers liegt – und die Zofe Hildegarde Schmidt (Olivia Colman) kann eventuell weiterhelfen…
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Bekannte Gesichter: Kenneth Branagh (Oppenheimer, Tod auf dem Nil, A Haunting in Venice), Willem Dafoe (Grand Budapest Hotel, Der Leuchtturm, Poor Things), Judi Dench (James Bond-Reihe, Chocolat – Ein kleiner Biss genügt), Johnny Depp (Public Enemies, Edward mit den Scherenhänden, Charlie und die Schokoladenfabrik), Daisy Ridley (Identität, Ophelia, Stolz und Vorurteil), Michelle Pfeiffer (Maleficent: Mächte der Finsternis, Scarface), Penélope Cruz (Loving Pablo, Vicky Cristina Barcelona), Josh Gad (Jobs, Die Schöne und das Biest 2017), Sergei Polunin (Der Nussknacker und die vier Reiche, Red Sparrow), Olivia Colman (Broadchurch, Wonka, The Lobster)
Geeignet für Fans von Neuauflagen der berühmten Kriminalgeschichten von Agatha Christie.
Nicht geeignet für Fans, die keine opulente neue filmische Umsetzung benötigen.
Highlight: „Mord im Orientexpress“ bietet einen klassischen Kriminalfall mit zahlreichen Wendungen und einer hochkarätigen Besetzung. Die Inszenierung ist opulent und visuell eindrucksvoll, setzt jedoch mitunter stark auf computergenerierte Bilder, die gelegentlich unrealistisch wirken und das Geschehen leicht überzeichnen. Auch das Spiel der Schauspielerinnen und Schauspieler ist stellenweise überbetont, was bei einem derart erfahrenen Ensemble nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.
Schon gewusst? Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh wagt sich mit diesem Film an eine moderne Neuverfilmung des beliebten Romans von Agatha Christie – und spielt dabei selbst die Hauptrolle des Meisterdetektivs Hercule Poirot.
„Wie waren ihre Töchter so, als sie klein waren?“
Worum geht’s? Leda (Olivia Colman) verbringt alleine einen Urlaub am griechischen Meer, doch die ersehnte Ruhe wird durch das Erscheinen einer Mutter und ihrer kleinen Tochter gestört. Das laute Treiben am Strand löst in Leda Erinnerungen an ihre eigene Mutterschaft aus – eine Zeit voller Überforderung, Zweifel und schwieriger Entscheidungen. Nicht alles, was sie damals tat, war richtig. Als sie eine impulsive Entscheidung trifft, werden verdrängte Erinnerungen wachgerüttelt. Leda sieht sich gezwungen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und mit der Frage, was es bedeutet, eine gute Mutter zu sein.
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Bekannte Gesichter: Olivia Colman (The Lobster, The Crown, Broadchurch), Dakota Johnson (Fifty Shades Of Grey, The Peanut Butter Falcon, A Bigger Splash), Jessie Buckley (Wild Rose, Hot Milk, Kleine schmutzige Briefe), Dagmara Domińczyk (Phantom, Succession, Priscilla), Ed Harris (Gravity, Westworld, A Beautiful Mind), Paul Mescal (All of Us Strangers, Aftersun, Enemy)
Geeignet für Fans von mystischen Dramen, die die Wahrheit erst langsam entfalten.
Nicht geeignet für Zuschauer, die direkt im Klaren sein wollen, was die Protagonisten durchmachen und wer sie sind.
Highlight: Der Film „Frau im Dunkeln“ basiert auf dem Roman „La figlia oscura“ von Elena Ferrante. Schauspielerin Maggie Gyllenhaal gibt mit dieser Adaption ihr beeindruckendes Regiedebüt und rückt zwei Frauen ins Zentrum, die an den gesellschaftlichen Erwartungen an Mutterschaft zu zerbrechen drohen. Mit psychologischer Tiefe und subtiler Inszenierung wirft der Film unbequeme Fragen auf, die längst überfällig sind.
„Er studiert, nicht wahr?“
Worum geht’s? England im Frühling 1924: Dienstmädchen Jane (Odessa Young) erhält von ihren Arbeitgebern, Mr. (Colin Firth) und Mrs. Nivens (Olivia Colman), einen freien Tag. Voller Vorfreude macht sie sich mit dem Fahrrad auf den Weg, um ihren heimlichen Geliebten Paul (Josh O’Connor) zu treffen, ein letztes Mal, bevor er in wenigen Tagen eine standesgemäße Ehe eingehen soll. Doch an diesem besonderen Tag ist alles anders: Zum ersten Mal betritt Jane das herrschaftliche Anwesen nicht durch den Hintereingang, sondern durch die Vordertür. Offen und ungestört, da das Haus leer steht. Was sie nicht weiß: Dieser Tag wird ihr Leben für immer verändern.
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Bekannte Gesichter: Odessa Young (Assassination Nation, The Stand, Jane by Design), Josh O’Connor (The Crown, Mother’s Day, Cinderella), Olivia Colman (The Crown, Der geheime Garten, Frau im Dunklen), Colin Firth (Der König redet, Stolz und Vorurteil, The King’s Speech), Glenda Jackson (Liebende Frauen, Elizabeth Is Missing, Sunday Bloody Sunday)
Geeignet für Fans von melancholischen, poetischen Liebesdramen, die sich Zeit für ihre Entfaltung nehmen.
Nicht geeignet für Zuschauer, die sich in der filmischen Umsetzung lautere feministische Befreiungsschläge wünschen.
Highlight: „Ein Festtag“ besticht durch seine sinnliche Atmosphäre. Er vereint britische Contenance und Etikette mit französischem Flair und Verführung. Olivia Colmann spielt die Rolle der Arbeitgeberin des Dienstmädchens Jane ergreifend und weiß das Spiel der Emotionen auf den Punkt umzusetzen. Der Fokus liegt auf einer jungen Frau, die sich nicht in Ketten legen lassen will und ihren eigenen Weg geht – entgegen aller Norm und Erwartungen an ihren Stand.
Schon gewusst? Der Film basiert auf dem Roman „Mothering Sunday“ von Graham Swift , Regie führte die französische Regisseurin und Drehbuchautorin Eva Husson.
„Ich brauche keine Hilfe!“
Worum geht’s? Anne (Olivia Colman) macht sich große Sorgen um ihren Vater Anthony (Anthony Hopkins), der zunehmend unter Gedächtnisverlust leidet. Trotz seines Alters und der offensichtlichen Anzeichen von Demenz weigert sich Anthony, Hilfe anzunehmen oder seine vertraute Umgebung zu verlassen. Als Anne ankündigt, nach Paris zu ziehen, gerät seine Welt aus den Fugen: Fremde Menschen tauchen in seiner Wohnung auf, und die Realität beginnt, sich vor seinen Augen zu verschieben. Verwirrt und verunsichert, kämpft Anthony darum, zwischen Wahrheit und Einbildung zu unterscheiden – und verliert dabei zunehmend das Vertrauen in seine Mitmenschen und sich selbst.
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Bekannte Gesichter: Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer, Der Elefantenmensch, Thor), Olivia Colman (The Crown, The Favourite – Intrigen und Irrsinn, Broadchurch), Mark Gatiss (Sherlock, Game of Thrones, Doctor Who), Imogen Poots (Green Room, Need for Speed, V wie Vendetta)
Geeignet für Fans von Anthony Hopkins und Olivia Colman als fantastisches Duo in einem ergreifenden, vielfach ausgezeichneten Drama.
Nicht geeignet für Zuschauer, die sehr sensibel auf lebensverändernde Krankheiten reagieren oder einen fröhlichen Film für einen „Popcorn-Filmabend“ suchen.
Highlight: „The Father“ greift auf herausragende Methoden zurück, um dem Zuschauer tiefe Einblicke in ein Leben mit fortschreitender Demenz zu geben. Die gestörte Wahrnehmung, das verzerrte Zeitgefühl und die Verzweiflung von Protagonist Anthony werden nicht nur von außen gezeigt, beständig sieht der Zuschauer das Leben mit Demenz aus Sicht des Betroffenen: So stehen vermeintlich fremde Menschen in der eigenen Wohnung, Gänge, Türen, Räume und Einrichtungsgegenstände ändern sich und das Misstrauen in andere und in sich selbst wächst. Der Film ist wirklich nicht leicht zu ertragen, aber genau deswegen überaus sehenswert. Die zahlreichen Auszeichnungen sowie zwei Oscars sprechen hierbei Bände.
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