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Rental Family

Nach „The Whale“ zeigt Brendan Fraser erneut eine verletzliche und zugleich warmherzige Seite: „Rental Family“ ist ein stilles Drama über Einsamkeit in der modernen Welt – und darüber, wie selbst künstliche Beziehungen echte Gefühle auslösen können.

Brendan Fraser und Mari Yamamoto in Rental Family (Quelle: © 2025 Searchlight Pictures / James Lisle)

Genre: Tragikomödie, Drama
Für Fans von: Lost in Translation, The Whale, Her

Awards: Brendan Fraser wurde für mehrere Kritikerpreise nominiert; außerdem Aufnahme in die „Top 10 Films“-Liste des National Board of Review 2025. Bei den British Academy Film Awards 2026 befindet sich der Film in der Longlist für den Besten nicht-englischsprachigen Film.


Rental Family (2026)

Worum geht’s? Phillip Vanderploeg (Brendan Fraser) ist ein amerikanischer Schauspieler, der vor Jahren für einen Werbespot nach Tokio kam – und dort irgendwie hängen geblieben ist. Die große Karriere blieb aus, stattdessen schlägt er sich mit kleinen Rollen und Gelegenheitsjobs durch. Zwischen Castings, winzigen Apartments und der Anonymität der Millionenstadt scheint Phillip langsam den Anschluss an sein eigenes Leben zu verlieren. Dann erhält er ein merkwürdiges Angebot: Eine Agentur sucht Schauspieler für eine sogenannte „Rental Family“. In Japan existieren tatsächlich Firmen, die Menschen für soziale Rollen buchen – als Freunde, Trauergäste, Partner oder sogar Familienmitglieder auf Zeit. Phillip soll fortan genau das tun: Emotionen verkaufen und in fremden Leben eine Rolle spielen. Anfangs wirkt der Job absurd. Doch je tiefer Phillip in diese künstlichen Beziehungen eintaucht, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität. Mal tritt er als Trauergast auf einer Beerdigung auf, mal als vermeintlicher Vater für ein kleines Mädchen oder als langjähriger Freund für einsame Menschen. Hinter jedem Auftrag steckt jemand, dem etwas fehlt: Nähe, Anerkennung, Familie oder einfach jemand, der zuhört.

Besonders prägend wird für Phillip die Begegnung mit der jungen Mia und ihrer Mutter. Während die Treffen zunächst streng professionell wirken, entwickelt sich langsam eine emotionale Bindung, die Phillip selbst verändert. Gleichzeitig kämpft er mit der Frage, ob gespielte Gefühle weniger wert sind als echte – oder ob gerade in diesen künstlichen Begegnungen manchmal mehr Ehrlichkeit steckt als in gewöhnlichen Beziehungen.

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Bekannte Gesichter: Brendan Fraser (The Whale, Die Mumie, Killers of the Flower Moon), Akira Emoto (They Say Nothing Stays the Same, Shoplifters – Familienbande, The Unforgiven), Takehiro Hira (Shōgun, Der Schwarm, Gran Turismo),  Mari Yamamoto (Monarch: Legacy of Monsters, Tokyo Vice, Kate)

Highlight: Die Idee der „Mietfamilien“ klingt zunächst fast satirisch, basiert aber auf real existierenden Dienstleistungen in Japan. Der Film macht daraus jedoch keine schräge Komödie, sondern eine ruhige, nachdenkliche Geschichte über Einsamkeit und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Visuell setzt Regisseurin Hikari auf ein zurückhaltendes, fast meditatives Tokio-Bild: Neonlichter, enge Wohnungen und stille Alltagsszenen erzeugen eine melancholische Atmosphäre, die perfekt zur Handlung passt. Vor allem Brendan Fraser trägt den Film. Nach seinem Oscar-Erfolg mit „The Whale“ zeigt er erneut eine verletzliche, sehr menschliche Performance. Viele Kritiker lobten besonders, wie subtil Fraser die innere Einsamkeit seiner Figur spielt.

Schon gewusst? Regisseurin Hikari wurde international vor allem durch die Netflix-Serie „Beef“ und den Film „37 Seconds“ bekannt. Mit „Rental Family“ wollte sie laut eigener Aussage eine Liebeserklärung an Tokio erzählen – und gleichzeitig zeigen, wie universell das Bedürfnis nach menschlicher Nähe ist.


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