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Spider-Man in vier Kapiteln: Die Tom-Holland-Reihe im Überblick

Kaum eine Marvel-Reihe erzählt das Erwachsenwerden ihres Helden so konsequent wie die Spider-Man-Filme mit Tom Holland. Zwischen ersten Heldentaten, folgenschweren Entscheidungen und einem radikalen Neuanfang wächst Peter Parker nicht nur in seine Rolle als Held hinein, sondern zunehmend auch über sein früheres Leben hinaus.

Spider-Man: Homecoming (Quelle: Sony Pictures)

Seinen Einstand im Marvel Cinematic Universe gab Holland bereits 2016 in „The First Avenger: Civil War“. Die eigentliche Soloreihe begann ein Jahr später mit „Homecoming“. Regisseur Jon Watts inszenierte die ersten drei Filme als zusammenhängende Coming-of-Age-Geschichte, während „Brand New Day“ unter Destin Daniel Cretton ein neues Kapitel eröffnet. Mit jedem Film wächst nicht nur das Spektakel, sondern auch die Verantwortung, die Peter tragen muss. Die vier Filme funktionieren deshalb als Superhelden-Unterhaltung ebenso, wie als Geschichte über das schmerzhafte Erwachsenwerden.


Spider-Man: Homecoming (2017)

Ein Nachwuchsheld lernt, dass ein Hightech-Anzug noch keinen echten Avenger macht.

Worum geht’s? Nach seinem kurzen Einsatz an der Seite von Iron Man wartet Peter Parker ungeduldig auf die nächste große Mission. Im Alltag besucht er jedoch weiterhin die Highschool, schwärmt für Mitschülerin Liz und hält in Queens Kleinkriminelle auf. Als der Waffenhändler Adrian Toomes außerirdische Technologie zu gefährlichen Waffen umbaut, sieht Peter seine Chance gekommen. Gegen den Rat seines Mentors Tony Stark verfolgt er den Fall auf eigene Faust und überschätzt sich dabei regelmäßig selbst.

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Bekannte Gesichter: Tom Holland (Die Odyssee, The Devil All the Time, The Impossible), Michael Keaton (Batman, Birdman, Spotlight), Zendaya (Euphoria, Dune, Das Drama – Noch einmal auf Anfang) und Robert Downey Jr. (Iron Man, Sherlock Holmes, Oppenheimer)

Geeignet für Fans von lockerem Coming-of-Age-Kino, Highschool-Komödien und bodenständigen Superheldengeschichten.

Nicht geeignet für Zuschauer, die sofort ein düsteres Weltuntergangsszenario erwarten.

Highlight: Michael Keatons Vulture gehört zu den glaubwürdigsten MCU-Gegenspielern, weil seine Motive aus Frust, Existenzangst und verletztem Stolz entstehen. Gleichzeitig verleiht Hollands körperliche Komik dem Film eine jugendliche Energie. Besonders stark ist Homecoming immer dann, wenn Peter ohne technische Hilfsmittel beweisen muss, wer er wirklich ist.

Schon gewusst? Der Film verzichtet bewusst darauf, den Spinnenbiss und den Tod von Onkel Ben erneut zu erzählen. Da Spider-Mans Ursprung bereits in früheren Verfilmungen ausführlich behandelt worden war, konzentriert sich die Neuauflage direkt auf Peters Schulalltag, seine Beziehung zu Mentor Tony Stark und seine ersten eigenständigen Heldentaten.


Spider-Man: Far From Home (2019)

Eine Reise durch Europa wird für Peter Parker zur nächsten großen Bewährungsprobe.

Worum geht’s? Nach dem Tod seines Mentors Tony Stark möchte Peter erst einmal Abstand von seinem Dasein als Held gewinnen. Eine Schulreise durch Europa scheint dafür ideal, zumal er endlich mehr Zeit mit MJ verbringen will. Doch schon in Venedig wird die Reise von einem Angriff überschattet, und kurz darauf zieht Nick Fury ihn in eine neue Mission hinein. Gemeinsam mit Quentin Beck alias Mysterio soll Spider-Man gegen mächtige Elementarwesen kämpfen. Gleichzeitig muss Peter mit dem Erbe Tony Starks umgehen und entscheiden, wie viel Verantwortung er bereits tragen kann. So gerät sein Wunsch nach einem normalen Teenagerleben immer stärker mit seinen Pflichten als Spider-Man in Konflikt.

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Bekannte Gesichter: Neben Tom Holland und Zendaya auch Jake Gyllenhaal (Donnie Darko, The Bride! – Es lebe die Braut, Aus Mangel an Beweisen) und Samuel L. Jackson (Pulp Fiction, Shaft, Tulsa King).

Geeignet für Fans von humorvoller Marvel-Action mit Täuschungsmanövern vor einer europäischen Kulissen.

Nicht geeignet für Puristen, die Spider-Man ausschließlich als Nachbarschaftshelden in New York sehen möchten.

Highlight: Mysterios Illusionssequenzen gehören zu den visuell einfallsreichsten Momenten der Reihe. Realität und Inszenierung gehen so fließend ineinander über, dass auch Peter zeitweise jede Orientierung verliert. Jake Gyllenhaal spielt den vermeintlichen Helden mit genau der richtigen Mischung aus Wärme, Eitelkeit und einer unterschwelligen Bedrohung.

Schon gewusst? Tom Holland machte seinem Ruf als vermeintliche Spoilerquelle alle Ehre: Den Titel „Far From Home“ enthüllte er 2018 scheinbar beiläufig in einem Video, indem er ein Tablet mit dem Logo in die Kamera hielt.


Spider-Man: No Way Home (2021)

Peters Wunsch nach Normalität setzt Ereignisse in Gang, die er kaum noch kontrollieren kann.

Worum geht’s? Nachdem Mysterio Peters Geheimidentität öffentlich gemacht hat, steht sein Leben plötzlich Kopf. Medien, Behörden und Öffentlichkeit stürzen sich auf ihn, während auch MJ, Ned und Tante May unter den Folgen leiden. In der Hoffnung, alles rückgängig zu machen, bittet Peter Doctor Strange um einen Zauber, der die Welt vergessen lassen soll, wer hinter Spider-Man steckt. Doch der Zauber gerät außer Kontrolle und reißt Grenzen zwischen verschiedenen Realitäten auf. Plötzlich tauchen Gegner auf, denen Peter selbst nie zuvor begegnet ist. Statt sie einfach zurückzuschicken, beginnt er jedoch zu hinterfragen, ob ihr Schicksal wirklich unveränderlich ist. Damit bringt er sich und seine Freunde in immer größere Gefahr und setzt eine Entwicklung in Gang, die sein Leben grundlegend verändern wird.

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Bekannte (neue) Gesichter: Benedict Cumberbatch (Sherlock, Die Rosenschlacht, Der phönizische Meisterstreich), Willem Dafoe (Nosferatu – Der Untote, Poor Things, Asteroid City), Alfred Molina (Frida, Promising Young Woman, Feud), Jamie Foxx (Ray, Collateral, Django Unchained), Andrew Garfield (The Social Network, After the Hunt, Under the Silver Lake) und Tobey Maguire (Pleasantville, Gottes Werk und Teufels Beitrag, Der große Gatsby)

Geeignet für Fans von früheren Spider-Man-Filmen sowie einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Nicht geeignet für Zuschauer, die ohne Vorkenntnisse der älteren Verfilmungen jede Anspielung verstehen möchten.

Highlight: „No Way Home“ nutzt seine bekannten Figuren, um Peters Entwicklung weiter voranzutreiben. Die Rückkehr früherer Weggefährten und Gegner fügt sich erstaunlich gut in seine Geschichte ein. Besonders Willem Dafoe verleiht dem Grünen Kobold erneut eine bedrohliche Intensität. Im Finale mündet all das in einen Wendepunkt, der Peters bisherige Coming-of-Age-Geschichte schmerzhaft abschließt.

Schon gewusst? Für die Heimkinoveröffentlichung stellten Tom Holland, Tobey Maguire und Andrew Garfield gemeinsam das berühmte Meme mit den drei aufeinander zeigenden Spider-Men nach.


Spider-Man: Brand New Day (2026)

Die Welt hat Peter Parker vergessen – doch seine Verantwortung lässt ihn nicht los.

Worum geht’s? Vier Jahre sind vergangen, seit die Welt Peter Parker vergessen hat. Während MJ und Ned ihr eigenes Leben führen, lebt Peter allein in New York und widmet sich vollständig seiner Aufgabe als Spider-Man. Nacht für Nacht bekämpft er Verbrechen und versucht dabei, die Menschen zu beschützen, von denen er sich selbst fernhalten muss. Doch sein neuer Alltag gerät aus dem Gleichgewicht, als sich Peters Kräfte plötzlich auf unerklärliche Weise verändern. Gleichzeitig wird New York von einem mächtigen Gegner bedroht, der sich sogar Spider-Mans Wahrnehmung entziehen kann. Peter muss herausfinden, was mit ihm geschieht und wie er einen Feind bekämpfen soll, den er nicht einmal sehen kann. Dabei wird ausgerechnet seine beunruhigende körperliche Veränderung zunehmend zum Schlüssel im Kampf gegen die neue Gefahr.

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Bekannte (neue) Gesichter: Sadie Sink (Stranger Things, The Whale, Fear Street), Jon Bernthal (The Walking Dead, The Bear: King of the Kitchen, His & Hers), Tramell Tillman (Severance, Mission: Impossible – The Final Reckoning, Dietland), Mark Ruffalo (Mickey 17, Poor Things, I Know This Much Is True), Florence Pugh (Dune: Part Two, Midsommar, Oppenheimer)

Geeignet für Fans von reiferem Spider-Man-Kino mit viel urbaner Action.

Nicht geeignet für Zuschauer, die einen weiteren nostalgischen Multiversumsaufmarsch erwarten.

Highlight: Destin Daniel Cretton bringt Spider-Man zurück auf die Straßen New Yorks und verbindet die gewohnte Action mit einer ungewöhnlich verletzlichen Seite von Peter Parker. Tom Holland spielt den Helden hier als erschöpften jungen Mann, der sich an seiner Verantwortung festhält.

Schon gewusst? Der Titel wurde 2025 auf der CinemaCon enthüllt. Er passt nicht nur zu Peters Neustart nach „No Way Home“, sondern erinnert auch an die gleichnamige Comic-Ära, die 2008 begann und sich über mehr als 100 Ausgaben erstreckte.


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