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Longlegs

Etwas stimmt hier nicht – und je länger man hinsieht, desto weniger lässt es sich greifen. „Longlegs“ ist ein Film, der sich leise entfaltet und dabei eine unterschwellige Angst erzeugt, die ganz langsam aber sicher unter die Haut kriecht.

Longlegs (Quelle: Prime Video)

Genre: Horror, Thriller, Krimi
Für Fans von: Sieben, Zodiac – Die Spur des Killers, Das Schweigen der Lämmer

Awards: Keine großen Auszeichnungen, aber breite Festival- und Kritikeraufmerksamkeit.


Longlegs (2024)

Worum geht’s? In den 1990er-Jahren arbeitet die junge FBI-Agentin Lee Harker an einem besonders rätselhaften Fall: Mehrere Familien wurden auf grausame Weise ausgelöscht – doch die Täter scheinen jeweils die Familienväter selbst gewesen zu sein. Ein klassisches Motiv? Nicht ganz. Denn an den Tatorten tauchen immer wieder kryptische Botschaften auf, die auf einen mysteriösen Drahtzieher hindeuten. Harker wird auf den Fall angesetzt, weil sie eine ungewöhnlich ausgeprägte Intuition besitzt – fast schon übersinnlich. Diese Fähigkeit macht sie zur idealen Ermittlerin, gleichzeitig bringt sie sie aber auch gefährlich nah an die Abgründe des Falls. Je tiefer sie gräbt, desto mehr verdichten sich die Hinweise auf eine unheimliche Figur namens „Longlegs“, die offenbar seit Jahren im Verborgenen agiert. Die Ermittlungen entwickeln sich zunehmend zu einem psychologischen Albtraum. Hinweise wirken weniger wie Beweise und mehr wie Rätsel, die sich nicht logisch lösen lassen. Realität und Wahrnehmung beginnen zu verschwimmen, während Harker versucht, die Verbindung zwischen den Morden zu entschlüsseln. Gleichzeitig rückt der Täter selbst immer stärker in den Fokus – eine Figur, die kaum greifbar, sondern vielmehr eine düstere Präsenz ist, die sich durch Codes, Zeichen und verstörende Spuren bemerkbar macht.

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Bekannte Gesichter: Nicolas Cage (Leaving Las Vegas, Mandy, Arcadian – Sie kommen in der Nacht), Maika Monroe (It Follows, The Guest, Watcher), Blair Underwood (Dear White People, Deep Impact, When They See Us), Alicia Witt (Orange Is the New Black, Justified, The Walking Dead)

Highlight: „Longlegs“ setzt weniger auf Schockmomente als auf eine konsequent dichte, fast schon klaustrophobische Stimmung. Regisseur Oz Perkins inszeniert den Film als langsamen Abstieg in eine Welt, in der Logik zunehmend an Bedeutung verliert. Besonders auffällig ist das Zusammenspiel aus Bildsprache und Sounddesign: Leere Räume, lange Einstellungen und eine unheilvolle Geräuschkulisse erzeugen ein Gefühl permanenter Bedrohung.

Nicolas Cage liefert eine der ungewöhnlichsten Performances seiner Karriere ab. Seine Darstellung ist kaum greifbar, bewusst entrückt und sorgt genau dadurch für eine maximale Verunsicherung. Gleichzeitig trägt Maika Monroe den Film mit einer ruhigen, fokussierten Präsenz, die den emotionalen Anker bildet.

Schon gewusst? Oz Perkins, der Regisseur von „Longlegs“, ist der Sohn von Anthony Perkins, der durch seine Rolle als Norman Bates in „Psycho“ Filmgeschichte schrieb. Die Nähe zum psychologischen Horror scheint also fast schon in der Familie zu liegen – und spiegelt sich deutlich in der Atmosphäre des Films wider.


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