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Amrum

Mit „Amrum“ verfilmt Fatih Akin die Erinnerungen von Hark Bohm und erzählt vom Leben auf einer isolierten Insel kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Statt großer Kriegsszenen stehen dabei die kleinen, stillen Momente eines Jungen im Mittelpunkt, der versucht, seine Familie zusammenzuhalten.

Amrum (Quelle: Warner Bros.)

Genre: Drama, Historienfilm, Coming-of-Age
Für Fans von: Tschick, Der Junge muss an die frische Luft, Das weiße Band

Awards: 6 Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2026, u. a. für Bester Spielfilm und Beste Kamera


Amrum (2025)

Worum geht’s? Frühjahr 1945: Der Krieg steht kurz vor dem Ende, doch auf der abgelegenen Nordseeinsel Amrum scheint die Welt noch immer nach eigenen Regeln zu funktionieren. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Nanning Hagener, der gemeinsam mit seiner Familie ums tägliche Überleben kämpft. Während die Erwachsenen weiterhin vom „Endsieg“ sprechen, prägen Hunger, Angst und Entbehrung längst den Alltag. Nanning arbeitet auf Feldern, sammelt Feuerholz, jagt Kaninchen und versucht irgendwie, Essen für seine Familie aufzutreiben. Besonders schwierig wird die Situation, als seine Mutter Hille nach der Geburt ihres vierten Kindes immer tiefer in Trauer und Hoffnungslosigkeit versinkt. Nanning setzt alles daran, ihr einen kleinen Wunsch zu erfüllen: Weißbrot mit Butter und Honig. Aus dieser scheinbar einfachen Mission entwickelt sich eine Reise durch eine Inselgemeinschaft, die vom Krieg gezeichnet ist.

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Bekannte Gesichter: Jasper Billerbeck (Amrum), Laura Tonke (22 Bahnen, Mängelexemplar, Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war), Diane Kruger (Aus dem Nichts, Troja, Inglourious Basterds), Matthias Schweighöfer (You Are Wanted, Schlussmacher, Oppenheimer), Detlev Buck (Männerpension, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Bibi & Tina), Lisa Hagmeister (Systemsprenger, Die Discounter, Der verlorene Sohn), Lars Jessen (Vadder, Kutter, Sohn, Alle nicht ganz dicht, Mord mit Aussicht), Jan Georg Schütte (Crooks, 4 Blocks, Babylon Berlin)

Highlight: Der Film erzählt weniger von den großen historischen Ereignissen als von den kleinen, stillen Momenten dazwischen. Vom Blick eines Kindes auf Erwachsene, die selbst nicht mehr wissen, woran sie glauben sollen. Vom Gefühl, zwischen Kindheit und Verantwortung festzustecken. Und von einer Welt, in der moralische Gewissheiten plötzlich zerbrechen. Fatih Akin inszeniert die Geschichte bewusst zurückhaltend und ohne nostalgische Verklärung. Statt dramatischer Kriegsszenen dominieren Wind, Meer, Dünen und die raue Landschaft der Insel. Gerade diese ruhige Atmosphäre verleiht „Amrum“ seine emotionale Kraft.

Schon gewusst? „Amrum“ gehört zu den persönlichsten Filmen in Fatih Akins Karriere. Besonders bemerkenswert ist die Zusammenarbeit mit Hark Bohm, dessen Kindheitserinnerungen die Grundlage für die Geschichte bilden. Ursprünglich wollte Bohm selbst Regie führen, musste das Projekt aus gesundheitlichen Gründen jedoch an seinen langjährigen Freund und Weggefährten Akin übergeben. Genau diese Verbindung spürt man: „Amrum“ wirkt wie ein gemeinsames Vermächtnis zweier Generationen deutscher Filmgeschichte.


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