Roma
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Ein Hof in der Altmark, vier Frauen, ein Jahrhundert. „In die Sonne schauen“ verwebt Erinnerungen, Träume und Lebensbrüche zu einem sinnlichen Strom aus Bildern. Mascha Schilinski erzählt nicht linear, sondern in Gefühlen – und schafft ein Kinoerlebnis, das lange nachhallt.
(Quelle: Neue Visionen )
Genre: (Historisches) Drama, Experimentalfilm
Für Fans von: Das weiße Band, A Ghost Story, Paterson
Awards: Der Film gewann 2025 den Preis der Jury in Cannes, wurde als deutscher Beitrag für den Oscar 2026 in der Kategorie „Bester Internationaler Film“ ausgewählt (schaffte es jedoch nicht zur finalen Nominierung) und erhielt zudem den Preis der deutschen Filmkritik als Bester Spielfilm.
Worum geht’s? In die Sonne schauen entfaltet sich wie ein filmisches Mosaik aus Bildern, Stimmungen und Erinnerungen. Im Zentrum steht ein abgelegener Vierseitenhof in der Altmark, an dem über rund hundert Jahre hinweg mehrere Generationen von Frauen leben oder lebten. Der Film begleitet vier Hauptfiguren – Alma, Erika, Angelika und Nelly – deren persönliche Welten nicht linear erzählt, sondern in assoziativen Bildern verwoben werden.
Alma wächst im frühen 20. Jahrhundert in einem von Aberglauben und Schweigen geprägten Elternhaus auf. Ihre kindliche Wahrnehmung ist von Tod, Verlust und unbewussten Bildern geprägt. Jahrzehnte später erlebt Erika am Ende des Zweiten Weltkriegs eine intensive, fast besessene Phase zwischen Neugier und Verzweiflung. Angelika, in den 1980er-Jahren in der DDR, ringt mit Grenzen, körperlicher Neugier und familiärer Enge. In der Gegenwart trifft Nelly, die mit ihrer Schwester und ihren Eltern den Hof renoviert, auf Träume und Erinnerungen, die mehr sind als bloße Vergangenheit.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Hanna Heckt (Tatort, Frühling – Ich such dich!, Stille Nacht, raue Nacht), Lea Drinda (Danke für Nichts, Callas, Darling, Where’s Wanda?), Lena Urzendowsky (Dark, How to Sell Drugs Online (Fast), Wir Kinder vom Bahnhof Zoo), Laeni Geiseler (Smalltown Girl, Was Marielle weiß, Die Kaiserin), Luise Heyer (Der Spatz im Kamin, Das Leben der Wünsche, Generation Beziehungsunfähig), Susanne Wuest (Ich seh Ich seh, Wir könnten genauso gut tot sein, Parfum)
Highlight: Der Film besticht durch seine atmosphärische Dichte und die ungewöhnliche filmische Sprache. Statt einer klaren, chronologischen Handlung entfaltet sich die Erzählung wie ein optisches und akustisches Gedicht. Kameraarbeit, Montage und Sound sind eng miteinander verflochten und schaffen eine fast körperliche Erfahrung von Zeit und Erinnerung. Die poetische Bildsprache setzt wiederkehrende Motive ein, die wie Echos durch die Generationen hallen.
Schon gewusst? In die Sonne schauen ist Mascha Schilinskis zweiter Spielfilm nach ihrem Debüt „Die Tochter“ und markiert einen ungewöhnlich frühen internationalen Durchbruch.
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