Interview with the Vampire
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Nach einer Party gerät das Leben der 13-jährigen Alpha aus den Fugen. Der Verdacht auf eine tödliche Infektion macht sie zur Außenseiterin – und zwingt ihre Familie, sich alten Wunden zu stellen.
(Quelle: Plaion Pictures)
Genre: Drama, Body-Horror, Coming-of-Age
Für Fans von: Titane, Raw, Blue My Mind
Awards: Nominierung für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2025, weitere Nominierungen u.a. beim Internationalen Filmfestival von Stockholm 2025.
Worum geht’s? Die 13-jährige Alpha (Mélissa Boros) lebt mit ihrer Mutter (Golshifteh Farahani), einer Ärztin, in Frankreich. Während eine rätselhafte Epidemie die Infizierten langsam versteinern lässt, kommt Alpha nach einer Party mit einem frisch gestochenen Tattoo nach Hause. Weil unklar ist, ob die Nadel sauber war, wächst die Angst vor einer Ansteckung. Auch in der Schule schlägt Misstrauen schnell in Ausgrenzung um.
Gleichzeitig kehrt Alphas drogenabhängiger Onkel Amin (Tahar Rahim) zurück. Er ist selbst erkrankt und bereits deutlich von der Krankheit gezeichnet. Trotz alter Verletzungen nimmt seine Schwester ihn auf. Zwischen Alpha und Amin entsteht vorsichtig eine Verbindung, während Erinnerungen und Gegenwart ineinanderfließen. Aus der Angst vor einer Seuche wird hier ein intimes Familiendrama über Scham, Fürsorge und die Suche nach Nähe.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Mélissa Boros (Le Silence de Sibel, Les Rêveurs), Golshifteh Farahani (Paterson, Infiltration, Tyler Rake: Extraction), Tahar Rahim (Monsieur Aznavour, Die Schlange, Napoleon), Emma Mackey (Sex Education, Tod auf dem Nil, Barbie), Finnegan Oldfield (Nocturama, Das Boot, Corsage)
Highlight: „Alpha“ spielt nicht so sehr mit Schockmomente wie Julia Ducournaus frühere Filme „Raw“ und „Titane“. Die Verwandlung der Erkrankten in Marmor erzeugt dennoch einige verstörende Bilder, die zugleich zerbrechlich als auch erhaben wirken. Der körperliche Verfall wird als sichtbarer Ausdruck von Einsamkeit, Verlust und gesellschaftlicher Erstarrung inszeniert.
Schon gewusst? Für die Marmorkörper ließ sich Julia Ducournau von liegenden Heiligenfiguren in Kathedralen inspirieren. Damit wollte sie den Opfern großer Krisen wie der Aids- und der Covidpandemie Würde verleihen. Zugleich erinnert der Film besonders an die Aidskrise und an die Ausgrenzung und Beschämung der Erkrankten. Die versteinerten Körper stehen außerdem für eine Gesellschaft, die aus Angst moralisch erstarrt. Tahar Rahim verlor für seine Rolle als Amin 20 Kilogramm.
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