Therapie für Wikinger
„Therapie für Wikinger“ erzählt von Männern, die gelernt haben zu kämpfen – aber nie darüber zu sprechen, was in ihnen vorgeht. Die Tragikomödie verbindet trockenen…
Ein grell funkelnder, bitterböser Rachethriller, der das System entlarvt, das Täter schützt und Opfer zum Schweigen bringt. „Promising Young Woman“ verpackt Wut und Schmerz in Bonbonfarben.
(Quelle: Netflix)
Genre: Thriller, Drama, Rachefilm
Für Fans von: Gone Girl, I, Tonya, The Invisible Man
Awards: U.a. Oscar 2021 für das Beste Originaldrehbuch sowie vier weitere Oscar-Nominierungen und zwei BAFTA Awards.
Worum geht’s? Cassie Thomas war einst eine brillante Medizinstudentin – bis ein traumatisches Erlebnis ihre beste Freundin und damit auch ihr eigenes Leben aus der Bahn wirft. Jahre später arbeitet sie in einem Café, führt ein unscheinbares Dasein und lebt nachts ein gefährliches Doppelleben: In Bars spielt sie die Hilflose, um Männer zu entlarven, die sich moralisch überlegen wähnen – und dabei zeigen, wie tief Misogynie in alltägliche Begegnungen eingesickert ist. Als Cassie eines Tages einem alten Studienfreund begegnet, scheint kurz ein anderes Leben möglich. Doch mit der Rückkehr der Vergangenheit nimmt ihr Plan eine neue Wendung und ihre stille Rache wird zum unaufhaltsamen Abrechnungsakt mit einer Gesellschaft, die wegsieht, wenn sie hinsehen müsste.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Carey Mulligan (An Education, Drive, Der große Gatsby), Bo Burnham (The Big Sick, Wie das Leben so spielt, Girls’ Night Out), Alison Brie (GLOW, Community, Together – Unzertrennlich), Jennifer Coolidge (The White Lotus, American Pie, 2 Broke Girls), Connie Britton (Friday Night Lights, Nashville, The White Lotus), Adam Brody (Nobody Wants This, Fleishman Is in Trouble, StartUp)
Highlight: „Promising Young Woman“ spielt mit Kontrasten: Eine poppige Farbwelt sowie glitzernde Oberflächen – und darunter die bittere Realität sexueller Gewalt. Emerald Fennell inszeniert ihr Regiedebüt mit scharfer Präzision und einem sicheren Stilgefühl sowie einer emotionalen Wucht, die gleichermaßen schockiert und fasziniert. Der Film dreht die Perspektive um, zwingt zur Auseinandersetzung mit Täterschaft und Schweigen – ohne dabei den moralischen Zeigefinger herauszuholen. Das Ergebnis: ein Werk zwischen Thriller, Tragödie und Satire, das mit jedem Bild unter die Haut geht.
Schon gewusst? Emerald Fennell – zuvor Head-Autorin der zweiten Staffel von Killing Eve – schrieb das Drehbuch während ihrer Schwangerschaft und drehte den Film in nur 23 Tagen. Die bewusst süße Ästhetik, von der Farbpalette bis zu Cassies Candy-Lippenstift, sollte gezielt mit Publikumserwartungen brechen. Zudem besetzte Fennell bekannte Comedians wie Bo Burnham, um das Publikum in trügerischer Sicherheit zu wiegen – ein Casting-Kniff, der den Film doppelt wirksam macht.
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