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Come See Me in the Good Light

Wenn das Leben plötzlich ein Ablaufdatum bekommt, verändert sich alles – und gleichzeitig wird vieles klarer. Dieser Dokumentarfilm begleitet zwei Menschen, die genau das erleben und dabei einen erstaunlich warmen Blick auf das Leben bewahren.

Andrea Gibson und Megan Falley in “Come See Me in the Good Light“ (Quelle: Apple TV+ 2025)

Genre: Dokumentarfilm, Porträt, Liebesfilm
Für Fans von: Dick Johnson ist tot, All die Schönheit und das Blutvergießen, Still: A Michael J. Fox Movie

Awards: Sundance Film Festival 2025 – Festival Favorite Award (Publikumspreis) sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen auf internationalen Festivals


Come See Me in the Good Light (2025)

Worum geht’s? Im Zentrum des Films steht die US-amerikanische Dichterperson Andrea Gibson, eine bekannte Stimme der Spoken-Word-Szene und queere Ikone. Als bei Gibson eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Der Dokumentarfilm setzt genau in diesem Moment ein und begleitet Gibson und ihre Ehefrau Megan Falley durch das vermutlich letzte gemeinsame Jahr. Statt sich ausschließlich auf Krankheit und Abschied zu konzentrieren, richtet der Film den Blick auf das Dazwischen: auf alltägliche Rituale, gemeinsame Spaziergänge, kleine Reisen und das bewusste Auskosten von Zeit. Dabei entstehen sehr intime Einblicke in eine Beziehung, die von tiefer Verbundenheit geprägt ist. Gespräche über Sterblichkeit, Angst und Verlust stehen neben Momenten voller Leichtigkeit, Humor und sogar spielerischer Provokation. Die Kamera bleibt nah dran – im gemeinsamen Zuhause in Colorado, bei Krankenhausaufenthalten oder während kreativer Prozesse. Parallel zeichnet der Film auch Gibsons künstlerischen Weg nach. Die Dichtkunst wird dabei nicht nur als Ausdrucksform gezeigt, sondern als Mittel, um das Unaussprechliche greifbar zu machen. Alte Auftritte und neue Texte verweben sich mit der Gegenwart – bis hin zu einem letzten großen Bühnenmoment, der als emotionaler Höhepunkt fungiert.

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Bekannte Gesichter: Andrea Gibson und Megan Falley

Highlight: Was sich entfaltet, ist weniger ein klassischer Film über Krankheit als vielmehr eine Reflexion über Liebe, Identität und die Frage, wie man leben möchte, wenn die Zeit begrenzt ist. Trotz des ernsten Themas bleibt der Ton erstaunlich lebensbejahend: Gibson und Falley begegnen der Situation nicht mit Resignation, sondern mit Humor, Zärtlichkeit und einer fast trotzig wirkenden Freude am Leben.

Schon gewusst? Der Film entstand aus einer langjährigen Freundschaft zwischen Andrea Gibson, Megan Falley und Produzentin Stef Willen, die das Projekt initiierte. Die Dreharbeiten erstreckten sich über etwa ein Jahr und begleiteten Gibson während der Krebsbehandlung sowie auf Tourneen. Dabei setzt der Film auf eine sehr intime, beobachtende Erzählweise, die den Alltag und die Beziehung des Paares in den Mittelpunkt stellt.


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