Süße Magnolien
Drei enge Freundinnen bestreiten ihr Leben gemeinsam. Ungeahnte Liebschaften und Herausforderungen im Berufsleben stellen die drei vor immer neue Herausforderungen.
Pillion beginnt wie eine provokante Geschichte über Unterwerfung, wird aber schnell zu etwas viel Intimerem: einem Film über Begehren, Selbstwert und den Mut, in einer Beziehung die eigene Stimme zu finden.
(Quelle: Weltkino)
Genre: Drama, Tragikomödie, LGBTQ, Literaturverfilmung
Für Fans von: Babygirl, Passages, God’s Own Country
Awards: Drehbuchpreis in der Reihe Un Certain Regard bei den Filmfestspielen von Cannes 2025; mehrere British Independent Film Awards 2025, darunter Bester britischer Independent-Film; BAFTA-Nominierungen 2026 unter anderem als Outstanding British Film und für das Beste adaptierte Drehbuch.
Worum geht’s? Colin führt ein etwas festgefahrenes Leben. Er ist schüchtern, wohnt noch bei seinen Eltern, singt im Barbershop-Quartett mit seinem Vater und wirkt oft, als säße er im eigenen Leben eher auf dem Rücksitz. Dann trifft er in einer Bar auf Ray. Der ist groß, wortkarg, selbstsicher und Anführer eines queeren Motorradclubs. Für Colin ist diese Begegnung wie ein Stromschlag: Ray wirkt wie jemand, der genau weiß, wer er ist, was er will und welche Regeln gelten. Schnell zieht Ray Colin in seine Welt hinein. Eine Welt aus Leder, Motorrädern, Machtspielen und klaren Rollen. Colin übernimmt darin die devote Position. Er kocht, putzt, ordnet sich unter, schläft bei Ray auf dem Boden und folgt Anweisungen, die für Außenstehende befremdlich wirken können. Doch der Film erzählt das nicht als einfache Opfergeschichte. Für Colin hat diese Unterordnung zunächst etwas Befreiendes. Zum ersten Mal fühlt er sich gesehen, begehrt und gebraucht. Rays Regeln geben seinem Leben eine neue Form. Je tiefer Colin in Rays Welt eintaucht, desto stärker verschiebt sich sein eigenes Bedürfnis. Anfangs reicht ihm die Rolle, die Ray ihm gibt. Später möchte er mehr: Zärtlichkeit, Alltag, Anerkennung, vielleicht sogar Liebe.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Harry Melling (Harry Potter, Das Damengambit, The Devil All the Time), Alexander Skarsgård (Murderbot, Big Little Lies, Succession), Lesley Sharp (Red Eye, Paranoid, Fate: The Winx Saga)
Highlight: „Pillion“ bleibt immer nah an Colins Unsicherheit. Seine Eltern schauen mit wachsender Sorge auf die Beziehung, ohne ihren Sohn grundsätzlich zu verurteilen. Besonders seine Mutter Peggy spürt, dass hier nicht nur sexuelle Neugier im Spiel ist, sondern auch die Frage, ob Colin in Rays Nähe wirklich aufblüht oder sich selbst verliert. Der Film macht daraus keinen plakativen Konflikt zwischen normaler Familie und vermeintlich gefährlicher Subkultur. Viel interessanter ist, dass alle Figuren auf ihre Weise um Nähe ringen.
Schon gewusst? Der Titel „Pillion“ bezeichnet den Soziussitz eines Motorrads – also den Platz hinter dem Fahrer. Das passt nicht nur wörtlich zu Rays Biker-Welt, sondern auch als Bild für Colins Ausgangspunkt: Er sitzt zunächst hinter jemand anderem, lässt sich führen und muss erst herausfinden, ob er dort wirklich bleiben will.
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