Sirât
Ein Film wie ein Rauschzustand zwischen Ekstase und Abgrund: Oliver Laxe schickt in „Sirât“ eine Gruppe von Menschen auf eine existenzielle Reise durch karge Landschaften…
Der Rapper Haftbefehl gehört zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands und gilt schon fast als Legende. Doch hinter dem Geld, den Auftritten und den Partys steckt eine gescheiterte, traumatisierte Existenz, die dem Drogentod näher ist als alle glaubten...
(Quelle: Netflix)
An der Netflix-Produktion ist auch der deutsche Schauspieler Elyas M’Barek beteiligt, der als Produzent involviert ist. Das Team begleitete den Rapper Aykut Anhan von 2022 bis 2024.
Genre: Dokumentation
Für Fans von: Unzensiert – Bushidos Wahrheit, Apache bleibt gleich, Wenn der Vorhang fällt
Awards: „Jupiter Award“ für die beste Doku-Serie
Worum geht’s? Diese Netflix-Dokumentation begleitet den deutschen Rapper Haftbefehl (bürgerlich: Aykut Anhan) bei Auftritten und Abstürzen der Jahre 2022 bis 2024. Ursprünglich als Porträt mit Fokus auf Haftbefehls Einfluss im deutschen Hip Hop gedacht, rutscht die Doku thematisch sehr schnell in das Drogen-Moloch ab, in dem der 39-jährige Rapper seit Jahrzehnten steckt. Mit 13 begann er, Kokain zu nehmen, mit Ende 30 stirbt er fast an einer Überdosis. Dazwischen liegen unglaublicher Ruhm, eine irre Karriere und die Gründung einer Familie. Aykut Anhan zeigt sein Leben mit allen seinen Abgründen schonungslos offen und spricht ungefiltert über die traumatischen Erlebnisse seiner Kindheit. Auch seine Brüder, seine Ehefrau und viele Rap-Kollegen kommen zu Wort.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Aykut Anhan, Jan Delay, Marteria, Peter Foxx, Manuellsen, Xatar, Aytac Anhan und Cem Anhan (Haftbefehls Brüder), Nina Anhan (Haftbefehls Frau) uvm.
Highlight: Die Doku ist schonungslos offen und zeigt erschreckende Details, die Aykut Anhan fragil und gezeichnet von traumatischen Erlebnissen und seiner Drogensucht darstellen. Ob das letztendlich eher dem Zweck der Effekthascherei dient, bleibt der Interpretation des Zuschauers überlassen. Der Film berührt trotzdem sehr und löst Mitleid für den 39-Jährigen aus. Mit etwas Abstand zu den dramatischen Szenen stellt man sich dann aber doch die Frage, ob das Image des knallharten Rappers vielleicht auch gar kein Happy End zulässt. Denn sein Gesicht verliert man in dieser Branche offenbar eher als treusorgender Familienvater denn als Rap-Star im Koks-Rausch an der Schwelle zum frühen Tod. Die Doku bleibt dem Zuschauer ebenfalls eine Antwort auf die Frage nach Aykuts Mutter schuldig, doch Frauen sind Szene-typisch in dieser Netflix-Doku lediglich weinendes Beiwerk, das dem Mann mit all seinen fragwürdigen und mitunter schädigenden Entscheidungen widerstandslos den Rücken stärkt…
Schon gewusst? Wie Regisseur Juan Moreno in einem Interview erklärt, habe Haftbefehls Mutter ihren Auftritt in der Doku im letzten Moment abgesagt, da es ihr zu schwer falle, über „ihren verstorbenen Mann und den Zustand ihres Sohnes zu sprechen“.
Der umstrittene Rapper Xatar starb nur wenige Monate nach Ende der Dreharbeiten zu „Babo“ mit nur 43 Jahren. Die Todesursache ist der Öffentlichkeit nicht bekannt.
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