Anatomie eines Skandals
Ein Sex-Skandal erschüttert die britische Politik – und stößt zugleich eine Ehe an den Rand des Abgrunds. In der Netflix-Miniserie „Anatomie eines Skandals“ wird aus…
Im Trubel New Yorks werden vier „Girls“ zu Frauen und bahnen sich ihren beruflichen und privaten Werdegang. Einzig beständig scheint die Freundschaft zu sein, die die Frauen verbindet und doch immer wieder auf die Probe gestellt wird.
(Quelle: Amazon Prime Video)
Genre: Komödie, Drama
Für Fans von: Sex and the City, Fleabag, New Girl
Staffeln: 6 Staffeln
Worum geht’s? Vier Freundinnen in New York stellen sich gemeinsam dem Erwachsensein. Hannah (Lena Dunham) möchte eigentlich Schriftstellerin werden, doch als ihr nach dem College der Geldhahn zugedreht wird, muss erstmal ein anderer Job her. Im Gegensatz dazu hat ihre Freundin Marnie (Allison Williams) ihr Leben fest im Griff, zumindest versucht sie diesen Schein aufrechtzuerhalten. Freigeist Jessa (Jemima Kirk) lässt sich hingegen treiben, muss aber erkennen, dass ihre Freiheit mit Bindungsängsten und Stabilitätsverlust einhergeht. Die frisch zugezogene Shoshanna (Zosia Mamet) schaut zu ihren älteren Freundinnen auf und versucht zwischen den unterschiedlichen Vorbildern ihren eigenen Weg zu finden, schnell wird ihr klar, dass auch die ‚Erwachsenen‘ noch nach ihrem Platz in der Welt suchen. Neben den Schwierigkeiten der beruflichen Orientierung, machen Dating, Krisen und Selbstzweifel das Navigieren der Zwanziger nicht leichter.
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Bekannte Gesichter: Lena Dunham (Too Much, Once Upon a Time… in Hollywood, Sharp Stick), Allison Williams (All das Ungesagte zwischen uns, M3GAN, Get Out), Jemima Kirk (Conversations with Friends, Untogether, Sex Education), Adam Driver (House of Gucci, Marriage Story, Star Wars: Das Erwachen der Macht), Zosia Mamet (Laid, The Decameron, Madame Web)
Highlights: „Girls“ fühlt sich an wie ein Einblick in intime Tagebucheinträge, denn die Serie scheut sich nicht davor, unangenehme Momente hautnah darzustellen. So kann das Publikum mitfühlen und vor allem mitlachen, wenn die Freundesgruppe von einem Missgeschick ins andere tritt. Dank der vielseitigen Charaktere und deren Besetzung findet hier jeder Identifikationsflächen.
Schon gewusst? Lena Dunham die als Hauptfigur Hannah auftritt, war zudem als Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin maßgeblich an der Serie beteiligt. In der Figur Hannah lassen sich autobiographische Züge erkennen.
Worum geht’s? Endlich wird Hannahs Talent durch neue berufliche Chancen anerkannt, die wiederum Druck erzeugen. Erstmals werden große Erwartungen an sie gestellt, die sie nicht zu erfüllen droht. Ihre Beziehung zu Adam (Adam Driver) bringt zusätzliches Konfliktpotenzial und lässt Hannahs Verlustängste aufleben. Währenddessen wagt Marnie neue Schritte, privat wie beruflich, und muss sich von ihrer vorherigen Stabilität lösen, um sich weiterzuentwickeln. Gerade dieses Freigeist-Dasein hat Konsequenzen für Jessa, die vor ihren rücksichtslosen Taten nicht mehr davonlaufen kann. Küken Shoshanna erkennt, dass ihre Freundinnen ihr trotz des Alters keinen idealen Lebensentwurf präsentieren und sie sich abkapseln muss, um ihre eigenen Maßstäbe zu entwickeln. Die gegensprüchlichen Entwicklungen der Charaktere bringen Machtgefälle und Konflikte mit sich, die die Freundschaften auf die Probe stellen.
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Bekannte Gesichter: Gleiches Ensemble wie Staffel 1
Highlights: Auch die zweite Staffel von „Girls“ ist schonungslos ehrlich und schambefreit. Zuschauende kriegen Einblick in psychische Probleme, toxische Beziehungsdynamiken und Körperlichkeiten. Der besondere Ton der Serie entsteht durch Transparenz und Nahbarkeit, die Zuschauende in ihrer eigenen Entwicklung bestärken können.
Schon gewusst? Adam Driver wird als Hannahs On-Off-Partner zum Publikumsliebling. Der zerstreute und eigensinnige Großstädter sorgt für einige humoristische Momente, die im Vergleich zu seinen ernsten Auftritten in „Marriage Story“ oder „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ seine schauspielerische Bandbreite beweisen.
Worum geht’s? Nach Hannahs beruflichem Erfolg erlebt sie einen Höhenflug, doch nicht jeder kommt mit ihrem gestärkten Ego klar. In Staffel 3 muss sie lernen, dass Erfolg auch Verantwortung, Druck und Kritik mit sich zieht. Ihr Erfolg bringt zusätzlich Spannungen zu ihrer besten Freundin Marnie mit sich, da diese gerade vor einem beruflichen Neuanfang steht. Nach Jahren der Anpassung möchte sie von ihrer Leidenschaft leben und muss dafür Stabilität und Sicherheit aufgeben. Auch Jessa steht vor neuen persönlichen Herausforderungen, die sie immer weiter von der Gruppe distanzieren. Shoshana fungiert in dieser Staffel als kritische Außenperspektive, die das destruktive Verhalten der Freundinnen anspricht. Nicht bei jeder wird diese Offenheit dankend angenommen und ausgetragene Konflikte drohen die Verbindungen zu brechen.
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Bekannte Gesichter: Gleiches Ensemble wie Staffel 1
Highlights: Obwohl Hannah in Staffel 3 von „Girls“ endlich den gewünschten Erfolg und Anerkennung ihres Talents erhält, bedeutet das nicht ihr Happy End. Ihre Entwicklungen spiegeln die Orientierungslosigkeit und den steigenden Druck, in den 20ern den eigenen Weg zu finden. Statt Perfektion und Romantisierung setzt Dunhams Serie auf Authentizität und Fehlerhaftigkeit.
Schon gewusst? Trotz offener Darstellungen von Sexualität, war am Set kein Intimacy Coordinator vertreten. Das haben die Darstellerinnen Lena Dunham und Allison Williams nach den Dreharbeiten selbst kritisiert. Mittlerweile sind Intimacy Coordinator beim Dreh intimer Szenen gängig.
Worum geht’s? Die Ereignisse der letzten Staffeln haben die Freundinnen zunehmend voneinander entfernt. Hannah verlässt New York für ein Schreibstipendium und ist ohne ihr soziales Netz auf sich allein gestellt. Ihre Probleme mit Kritik, Selbstzweifeln und Verantwortung spitzen sich zu. Marnie wendet sich statt an ihre Freundinnen in neue emotionale Abhängigkeiten, die ihr Stabilität versprechen, und auch Jessa ist mit der Bewältigung ihrer verdrängten Emotionen beschäftigt. Shoshanna, die sich ohnehin wenig mit dem Lebensweg der anderen identifizieren kann, distanziert sich von den toxischen Verhältnissen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Die Freundschaft wird auf eine Zerreißprobe gestellt, bei der jede der Frauen ihre eigenen Entscheidungen treffen muss.
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Bekannte Gesichter: Gleiches Ensemble wie Staffel 1
Highlights: Die sonstige Konstante der Freundschaft wird den Frauen in Staffel 4 entzogen. Daraus resultieren Einsamkeit und Distanz, die die Figuren zwingen, sich mit ihren eigenen Handlungen und deren Konsequenzen zu konfrontieren. Freundschaft wird als fragiles und wechselhaftes Konstrukt dargestellt, das manchmal zum Wohle aller brechen muss.
Schon gewusst? Neben Lena Dunham hat Judd Apatow die Serie als Executive Producer umgesetzt. Der Produzent ist mitunter für seine Mitwirkung an romantischen Komödien wie „Beim ersten Mal“, „Jungfrau (40), männlich, sucht…“ oder „Brautalarm“ bekannt.
Worum geht’s? In ihrem neuen Job muss Hannah lernen, dass ihre Worte Konsequenzen haben. Ein Problem, das zunehmend auch in ihrem Privatleben für Spannungen sorgt und die Beziehung zu ihren Freundinnen belastet. Nach dem Antrag der letzten Staffel sollte Marnie auf Wolke 7 schweben, doch neue Jobchancen und Kontakte bringen ihre Beziehung ins Wanken. Jessa stellt sich endlich ihren verdrängten Problemen, doch ihre neue Stabilität wird durch die aufblühende Freundschaft zu Adam durcheinander gebracht. Sie muss sich zwischen ihren Gefühlen und ihrer Freundschaft zu Hannah entscheiden und Verluste einstecken. Währenddessen geht Shoshannas Lebensentwurf in die Brüche und sie muss zurück zum Anfang, um sich neu zu orientieren.
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Bekannte Gesichter: Gleiches Ensemble wie Staffel 1
Highlights: Shoshannas Storyline beweist, dass Entwicklung nicht immer ganz in eigener Hand liegt und Außeneinwirkungen schlagartig alles verändern können. Ihre Zuversicht und der Mut, aus jeder Situation das Beste zu machen, inspiriert vor allem Mittzwanziger, die sich beruflich und privat noch orientieren müssen.
Schon gewusst? Ende 2025 wurde Zosia Mamets Essay-Sammlung „Does This Make Me Funny?“ veröffentlicht, in dem sie offenherzig über ihr Leben inklusive psychischer Probleme und Hollywood spricht.
Worum geht’s? In der letzten Staffel „Girls“ sind die Freundinnen zu Frauen geworden und entwickeln sich trotzdem immer weiter. Ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ durchlaufen die Freundinnen kein gesetztes Happy End, sondern bleiben ihrer Wechselhaftigkeit in Sachen Job und Beziehung treu. Hannah muss erstmals Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen, was ihrer Sprunghaftigkeit und Bindungsangst ein Ende setzt. Außerdem lernen sich die Frauen als Erwachsene neu kennen, auch ihre Freundschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert und hat dennoch Bestand.
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Bekannte Gesichter: Gleiches Ensemble wie Staffel 1
Highlights: Im großen Serienfinale wird klar, dass auch am Ende der Zwanziger nichts gesetzt ist und Veränderungen immer möglich und oft notwendig sind. Das Ende der Serie zeigt keine vollendeten Figuren, die ihren Weg zum Glück gefunden haben, sondern betonen ewigen Wandel und Entwicklungsmöglichkeiten. Was bleibt – und am Ende wirklich zählt – sind die Menschen, mit denen der Alltag bestritten wird.
Schon gewusst? Wer nach „Girls“ eine neue Feelgood-Serie mit ähnlichem Ton sucht, kann direkt „Too Much“ bei Netflix streamen. Die romantische Komödie wurde unter anderem von Lena Dunham geschrieben und produziert, „Girls“-Fans könnten hier also den nächsten Binge-Watch zur Hand haben.
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