Zwei Frauen, ein ungewöhnliches Business und jede Menge emotionale Kollateralschäden: Trennung auf Bestellung ist eine neuseeländische Komödie, die romantische Klischees genüsslich zerlegt und dabei überraschend viel Herz zeigt.
(Quelle: Netflix)
Genre:Komödie, Romcom, Buddy-Comedy Für Fans von: 5 Zimmer Küche Sarg, Eagle vs Shark, The Lobster
Worum geht’s? Mel und Jen sind beste Freundinnen, Geschäftspartnerinnen und in gewisser Weise auch Komplizinnen im Kampf gegen die Liebe. Vor 15 Jahren fanden beide heraus, dass sie mit demselben Mann zusammen waren. Aus der gemeinsamen Kränkung wurde erst eine Freundschaft, dann eine Geschäftsidee: Unter dem Namen „The Breaker Upperers“ übernehmen sie für andere Menschen das Schlussmachen. Wer sich nicht traut, eine Beziehung selbst zu beenden, kann Mel und Jen engagieren – und die beiden erledigen den Rest mit Kostümen, erfundenen Geschichten, falschen Identitäten und einer bemerkenswerten Portion Skrupellosigkeit.
Risse bekommt das System, als Mel einem früheren Opfer wiederbegegnet und plötzlich ein Gewissen entwickelt. Ausgerechnet eine Frau, deren Beziehung durch die Agentur auf besonders fragwürdige Weise beendet wurde, bringt Mel dazu, die eigene Arbeit zu hinterfragen. Gleichzeitig entwickelt sie Gefühle für den jungen Jordan, der Mel und Jen engagiert, weil er sich nicht von seiner Freundin Sepa trennen kann. Damit gerät das perfekt eingespielte Geschäftsmodell ins Wanken – und auch die Freundschaft zwischen Mel und Jen verliert ihre vermeintliche Leichtigkeit.
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Bekannte Gesichter: Madeleine Sami (Top of the Lake, Deadloch, What We Do in the Shadows), Jackie van Beek (The Office, Funny Girls, Eagle vs Shark), James Rolleston (Boy, The Dark Horse, Pork Pie), Rima Te Wiata (Das Rad der Zeit, My Life is Murder, Westside)
Highlight: Was zunächst wie eine reine Gag-Maschine klingt, funktioniert im Film vor allem über das eingespielte Freundinnen-Duo. Mel ist die weichere, offenere Hälfte, Jen die härtere, zynischere Kraft. Gemeinsam sind sie ein seltsames, aber gut funktionierendes Team: Sie leben von der emotionalen Feigheit anderer Menschen und haben sich in ihrem eigenen Zynismus bequem eingerichtet. Ihre Kundschaft möchte nicht reden, nicht erklären, nicht verletzen – und verletzt am Ende gerade deshalb besonders heftig. „Trennung auf Bestellung“ trifft dabei einen wunden Punkt: Manchmal ist nicht die Trennung das Problem, sondern die Unfähigkeit, ehrlich miteinander umzugehen.
Schon gewusst? In Neuseeland wurde der Film zu einem lokalen Erfolg: Er galt als erfolgreichster neuseeländischer Film des Jahres 2018 und zählt zu den erfolgreicheren heimischen Produktionen an den neuseeländischen Kinokassen.
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