John Sugar
Colin Farrell spielt in „John Sugar“ einen ungewöhnlichen Privatermittler, der sich durch die Schattenseiten von Los Angeles bewegt – stilvoll, melancholisch und immer nah am…
Ein Jude gibt sich als Perser aus, um dem Tod im Konzentrationslager zu entfliehen. Nun muss er dem eisigen Lagerkommandant Farsi beibringen. Eine Sprache, die er nicht beherrscht…
(Quelle: Alamode Film)
Genre: Drama
Für Fans von: The Tattooist of Auschwitz, Ein verborgenes Leben, Unsere Mütter, unsere Väter
Awards: 15 Nominierungen, 9 Gewinne. Darunter: 2023 Gold Panda: Best Actor in a Leading Role for a Motion Picture (Nahuel Pérez Biscayart), 2020 Transatlantyk Golden Ark: Best Film
Worum geht’s? Im von Deutschland besetzten Frankreich wird Gilles (Nahuel Pérez Biscayart) 1942 zusammen mit anderen Juden von der SS gefangen genommen. Sie sollen in ein Konzentrationslager nach Deutschland geschickt werden. Gilles ist gebürtiger Belgier und entgeht nur knapp dem Tod. Durch Zufall wird ihm ein persisches Buch in die Hände gespielt, dass von den SS-Führern in seiner Tasche gefunden wird. Kurzerhand gibt er sich als Perser aus und behauptet, kein Jude zu sein. Lagerkommandant Klaus Koch (Lars Eidinger), traut Gilles nicht und beauftragt den Mann, ihm Persisch beizubringen. Koch möchte nach Ende des Krieges im Iran ein deutsches Restaurant eröffnen, um seinen Traum umzusetzen, muss er vorher die Sprache lernen. Gilles willigt ein, dem eiskalten Lagerkommandant Farsi beizubringen – ohne selbst ein einziges Wort der Sprache zu beherrschen. In langen Unterrichtsstunden lehrt er Koch seine selbst ausgedachte Sprache. Doch seine Lüge droht aufzufliegen…
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Nahuel Pérez Biscayart (Kill the Jockey, Frieden, Liebe und Death Metal), Lars Eidinger (Alles Licht, das wir nicht sehen, All My Loving, 25 km/h, Nahschuss), Jonas Nay (Schweigeminute, The Tattooist of Auschwitz, Tausend Zeilen), David Schütter (Unsere wunderbaren Jahre, Barbaren), Leonie Benesch (Babylon Berlin, Das Lehrerzimmer, In 80 Tagen um die Welt)
Highlight: „Persischstunden“ wählt einen fiktiven Weg, die Gräueltaten des Nazi-Regimes und des Zweiten Weltkrieges aufzuarbeiten. Die eisige und spannungsgeladene Atmosphäre zwischen Peiniger und Gefangenem droht jederzeit zu eskalieren und lässt den Zuschauer gebannt die gemeinsamen Lernstunden verfolgen. Der Film legt hierbei den Fokus verstärkt auf die Sicht der Täter und darauf, wie unbarmherzig und sorglos sie ihren Alltag in den Lagern verfolgen konnten. Mittagessen, Kaffeeplausch und scheinbar – Nachhilfestunden. Das Grauen, das die Opfer erleben, kommt gewollt (oder ungewollt) in diesem Film zu kurz.
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