House of the Dragon
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Mit „Marty Supreme“ verwandelt Josh Safdie die Welt des Tischtennis in ein nervöses, elektrisierendes Charakterdrama. Timothée Chalamet spielt einen Mann, der unbedingt berühmt werden will – und dabei immer tiefer zwischen Ehrgeiz und Selbstüberschätzung gerät.
(Quelle: TOBIS)
Genre: Sportdrama, Tragikomödie
Für Fans von: Der schwarze Diamant, The Wolf of Wall Street, Challengers – Rivalen
Awards: Unter anderem neun Oscar-Nominierungen, elf BAFTA-Nominierungen sowie ein Golden Globe für Timothée Chalamet als bester Hauptdarsteller.
Worum geht’s? New York in den frühen 1950er-Jahren: Marty Mauser (Timothée Chalamet) ist ein junger Mann mit riesigem Ego, noch größerem Ehrgeiz – und einem Traum, den kaum jemand ernst nimmt. Während andere ihn lediglich als exzentrischen Verkäufer oder Möchtegern sehen, glaubt Marty fest daran, eines Tages zur Legende des Tischtennis aufzusteigen. Inspiriert ist die Figur lose vom realen Tischtennis-Star Marty Reisman, der für seine Showman-Einlagen, Wetten und seine schillernde Persönlichkeit bekannt war. Doch „Marty Supreme“ erzählt keine klassische Sportlergeschichte. Statt Trainings und Turnieren setzt Josh Safdie auf Chaos, Überforderung und emotionale Extreme. Marty bewegt sich durch eine Welt voller schräger Gestalten, zwielichtiger Geschäftsleute, exzentrischer Künstler und Menschen, die ihn entweder ausnutzen oder bewundern. Immer wieder schwankt der Film zwischen Tragik und schwarzem Humor.
Im Zentrum steht dabei Martys fast krankhafte Sehnsucht nach Anerkennung. Tischtennis wird für ihn zur Bühne, auf der er endlich jemand sein kann. Gleichzeitig gerät sein Leben immer stärker außer Kontrolle: Beziehungen zerbrechen, finanzielle Probleme eskalieren und der Druck wächst mit jedem Schritt Richtung Erfolg. Besonders die Begegnungen mit Kay Stone (Gwyneth Paltrow) verändern Martys Weltbild nachhaltig. Die geheimnisvolle, glamouröse Frau wird für ihn gleichzeitig Projektionsfläche, Verlockung und emotionale Falle.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Timothée Chalamet (Dune, Bones and All, Wonka), Gwyneth Paltrow (Shakespeare in Love, Sieben, Iron Man), Odessa A’zion (Hellraiser, Am I OK?, Fresh Kills), Fran Drescher (Die Nanny, Spinal Tap II: The End Continues, Santa’s Slay – Blutige Weihnachten), Abel Ferrara (Welcome to New York, Siberia, Padre Pio), Tyler, The Creator / Tyler Okonma (Piece by Piece, Jackass Forever, Kidding)
Highlight: Safdie inszeniert seinen Film mit einem enormen Tempo. Dialoge überschlagen sich, Szenen wirken bewusst überladen und die Kamera bleibt ständig nah an Marty dran. Dadurch entsteht ein Filmgefühl, das eher an einen fiebrigen Albtraum erinnert als an ein typisches Sportdrama. Viele Kritiker beschrieben „Marty Supreme“ deshalb als nervös, intensiv und teilweise bewusst anstrengend – genau darin liegt aber auch die besondere Wirkung des Films.
Neben der Geschichte über Ehrgeiz und Selbstzerstörung zeichnet der Film gleichzeitig ein Bild des Nachkriegs-Amerikas: eine Gesellschaft voller Statusdenken, Außenseiterfiguren und Menschen, die sich neu erfinden wollen. Marty passt perfekt in diese Welt – charmant, unangenehm, ehrgeizig und ständig kurz davor, alles zu verlieren.
Schon gewusst? „Marty Supreme“ orientiert sich zwar erkennbar an der schillernden Tischtennis-Legende Marty Reisman, versteht sich aber nicht als klassische Filmbiografie. Statt historischer Genauigkeit setzt Josh Safdie auf ein überzeichnetes Charakterporträt voller Größenwahn, Selbstinszenierung und New Yorker Halbwelt-Flair.
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