Tales from the Loop
„Tales from the Loop“ ist Science-Fiction der leisen Art: geheimnisvoll, melancholisch und voller Geschichten über Menschen, deren Alltag durch das Unerklärliche aus den Fugen gerät.
Ein stilles Drama über Liebe, Verlust und die Geburt großer Kunst: „Hamnet“ erzählt die bewegende Geschichte hinter einem der berühmtesten Stücke der Weltliteratur. Regisseurin Chloé Zhao verwandelt Maggie O’Farrells gefeierten Roman in ein poetisches Porträt über eine Familie, deren Tragödie möglicherweise zur Inspiration für Shakespeares „Hamlet“ wurde.
(Quelle: Agata Grzybowska - © 2025 FOCUS FEATURES LLC.)
Genre: Historienfilm, Drama, Literaturverfilmung
Für Fans von: Nomadland, Shakespeare in Love, The Favourite
Awards: Golden Globe 2026 für Bestes Filmdrama und Beste Hauptdarstellerin (Jessie Buckley), BAFTA für Outstanding British Film und Beste Hauptdarstellerin sowie acht Oscar-Nominierungen, darunter Bester Film, Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin
Worum geht’s? Im England des späten 16. Jahrhunderts leben Agnes und William Shakespeare mit ihren Kindern in der kleinen Stadt Stratford-upon-Avon. Während William als Lehrer arbeitet und davon träumt, als Dramatiker in London Erfolg zu haben, ist Agnes tief mit ihrer Umgebung verwurzelt: Sie kennt sich mit Heilpflanzen aus, lebt im Einklang mit der Natur und besitzt eine intuitive, beinahe mystische Verbindung zu Menschen und Dingen. Ihr gemeinsames Leben ist geprägt von Leidenschaft, aber auch von der Spannung zwischen häuslichem Alltag und Williams wachsender künstlerischer Ambition.
Als William schließlich nach London geht, um dort am Theater zu arbeiten, bleibt Agnes mit den Kindern in Stratford zurück. Die Geschichte nimmt eine tragische Wendung, als eine Krankheit die Familie heimsucht. Der junge Hamnet stirbt im Alter von nur elf Jahren – ein Verlust, der Agnes und William auf völlig unterschiedliche Weise trifft. Während Agnes versucht, den Schmerz zu begreifen und sich an Erinnerungen festhält, sucht William nach einem Weg, das Unfassbare in Worte zu fassen.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Jessie Buckley (Kleine schmutzige Briefe, Men – Was dich sucht, wird dich finden, Fargo), Paul Mescal (Normal People, Aftersun, All of Us Strangers), Emily Watson (Breaking the Waves, Chernobyl, Dune: Prophecy), Joe Alwyn (The Favourite, Kinds of Kindness, Der Brutalist)
Highlight: „Hamnet“ setzt weniger auf große dramatische Gesten als auf leise, intensive Momente. Regisseurin Chloé Zhao, die bereits mit „Nomadland“ ein Gespür für atmosphärisches Erzählen bewiesen hat, inszeniert die Geschichte in poetischen Bildern und mit viel Raum für Emotionen. Im Mittelpunkt steht Jessie Buckleys Darstellung von Agnes – eine Figur, die gleichzeitig kraftvoll, verletzlich und geheimnisvoll wirkt. Kritiker lobten ihre Performance als eine der eindringlichsten des Filmjahres 2025. Der Film verzichtet bewusst darauf, Shakespeare als literarisches Genie zu verklären. Stattdessen zeigt er ihn als Vater und Ehemann, der mit Schuldgefühlen, Trauer und kreativer Zerrissenheit ringt. Dadurch entsteht ein ungewöhnlicher Blick auf eine der bekanntesten Figuren der Literaturgeschichte: nicht aus der Perspektive des Ruhms, sondern aus dem Inneren einer Familie.
Schon gewusst? Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Maggie O’Farrell aus dem Jahr 2020, der international große Erfolge feierte. Historisch belegt ist, dass William Shakespeare tatsächlich einen Sohn namens Hamnet hatte, der 1596 im Alter von elf Jahren starb. Die genauen Umstände seines Todes sind allerdings unbekannt – viele Details der Geschichte sind daher bewusst fiktionalisiert.
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