Sirât
Ein Film wie ein Rauschzustand zwischen Ekstase und Abgrund: Oliver Laxe schickt in „Sirât“ eine Gruppe von Menschen auf eine existenzielle Reise durch karge Landschaften…
Ein atmosphärischer, zutiefst verstörender Horrorfilm von Alex Garland, der das Trauma einer Frau mit archaischen Männlichkeitsbildern verwebt – und dabei das Unheimliche ins Alltägliche rückt.
(Quelle: Prime Video)
Genre: Psychologischer Horror, Mystery, Drama
Für Fans von: Midsommar, The Babadook, Hereditary – Das Vermächtnis
Awards: British Independent Film Awards 2022 – Nominierung für „Beste Kamera“, „Beste Musik, Ton und Effekte“ sowie „Beste Hauptrolle“ (Jessie Buckley und Rory Kinnear).
Worum geht’s? Nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemanns zieht Harper, eine junge Frau aus London, allein in ein abgelegenes Landhaus in der englischen Provinz. Dort will sie zur Ruhe kommen, den Schock verarbeiten, vielleicht sogar Heilung finden. Doch die scheinbare Idylle kippt schnell ins Unheimliche. In den umliegenden Wäldern und Dörfern begegnet Harper Männern, die alle auf verstörende Weise gleich aussehen – freundlich, aufdringlich, feindselig oder spöttisch. Einer späht sie aus, ein anderer verfolgt sie, wieder ein anderer spielt den hilfsbereiten Geistlichen, dessen Worte mehr Gift als Trost enthalten. Was als leises Psychodrama beginnt, entfaltet sich zunehmend zu einem surrealen Albtraum, in dem Realität und Symbolik ineinander fallen. Men ist weniger eine klassische Gruselgeschichte als vielmehr eine Studie über Schuld, Angst und patriarchale Strukturen – erzählt aus der klaustrophobischen Perspektive einer Frau, die sich den Gespenstern männlicher Macht stellt.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Jessie Buckley (Kleine schmutzige Briefe, Frau im Dunkeln, Chernobyl), Rory Kinnear (James Bond 007: Keine Zeit zu sterben, Penny Dreadful, Black Mirror), Paapa Essiedu (I May Destroy You, Mord im Orient-Express, The Outrun)
Highlight: Alex Garland, bekannt für Filme wie „Ex Machina“ und „Annihilation“, inszeniert „Men“ als symbolgeladenes Horrorstück über das Verhältnis zwischen Geschlechtern und Macht. Die Kamera von Rob Hardy verwandelt die englische Landschaft in ein Spiegelkabinett männlicher Bedrohung – schön, still und abgründig zugleich. Besonders beeindruckend: Rory Kinnear verkörpert sämtliche männlichen Figuren – vom Pfarrer bis zum nackten Eindringling – und macht damit das Thema der allgegenwärtigen, sich wiederholenden Gewaltstruktur körperlich erfahrbar. Die Mischung aus Body-Horror, Folklore-Elementen und psychologischem Drama macht Men zu einem der eigenwilligsten und zugleich beunruhigendsten Filme seines Jahres.
Schon gewusst? Für die komplexen visuellen Effekte, mit denen Rory Kinnear in mehrere Rollen zugleich schlüpft, wurde eine Kombination aus Motion Capture und digitalen Masken verwendet – teils so subtil, dass viele Zuschauer erst beim Abspann bemerkten, dass alle Männer dieselbe Person waren.
Regisseur Alex Garland ließ sich beim Drehbuch von keltischer Mythologie inspirieren, insbesondere von der Figur des „Green Man“, einem Symbol für Fruchtbarkeit, Natur und männliche Macht – das im Film zu einem grotesken Sinnbild des unkontrollierbaren Patriarchats wird. Gedreht wurde fast vollständig in der Grafschaft Gloucestershire, deren neblige Wälder und uralten Kirchen Garlands Vision einer modernen Parabel über Angst und Schuld den passenden Rahmen geben.
In Artikeln des Streaming-Guides finden sich sogenannte Affiliate-Anzeigen, die Links zu Onlineshops enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link einen dieser Shops und kauft dort ein, wird der SPIEGEL-Verlag, aber nie der Autor individuell, in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt.
Ein Film wie ein Rauschzustand zwischen Ekstase und Abgrund: Oliver Laxe schickt in „Sirât“ eine Gruppe von Menschen auf eine existenzielle Reise durch karge Landschaften…
„The Night Agent“ beginnt als klassischer Politthriller im Schatten des Weißen Hauses und entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Geschichte über Macht, Geld und die…
Der Kalte Krieg wird oft als Machtspiel der Supermächte erzählt – „Ponies“ richtet den Blick auf jene, die im Schatten agieren. Zwei Frauen, unterschätzt und…
Ein Drama mit großer Fallhöhe: „After the Hunt“ versammelt mit Julia Roberts, Andrew Garfield und Ayo Edebiri ein hochkarätiges Ensemble und widmet sich einem moralisch…
Etwas stimmt hier nicht – und je länger man hinsieht, desto weniger lässt es sich greifen. „Longlegs“ ist ein Film, der sich leise entfaltet und…
1896 wird Manhattan von einem Serienmörder in Schrecken versetzt. Der Polizeichef New Yorks zieht den Psychologen Dr. Kreizler, den Zeitungsillustrator John Moore und die erste…