Roma
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Ein intensiver Blick hinter die Fassade traditioneller Männlichkeitsbilder: „Beyond Men and Masculinity“ zeigt Männer, die sich trauen, über Emotionen, Druck und Verletzlichkeit zu sprechen – ehrlich, nah und bewegend.
(Quelle: Netflix)
Genre: Dokumentation, Gesellschaft, Psychologie
Für Fans von: The Mask You Live In, Tough Guise, Miss Representation
Worum geht’s? „Beyond Men and Masculinity“ wirft provokative Fragen darüber auf, was es heute heißt, ein Mann zu sein. Der Film schaut hinter die Fassade der traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit und untersucht, wie stark diese Ideale sowohl Männer selbst als auch ihr Umfeld beeinflussen. Er hinterfragt, wie es sich auswirkt, wenn Männer früh lernen, Gefühle zu unterdrücken, um als „stark“ zu gelten, welche Rolle Scham spielt und wie sich persönliche Erfahrungen im Diskurs um Gleichstellung und Geschlechterrollen auswirken. Der Film zeigt Interviews, Gespräche und Reflexionen und macht deutlich, wie das Persönliche politisch wird: Wie Normen, Erwartungen und Erziehung uns formen, oft unbemerkt, und was passieren kann, wenn sie hinterfragt werden.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Alex Gabbay (Fairness: Zum Verständnis von Gerechtigkeit, Love, Hate and Everything in Between, The Just Trial and Error) – Direktor, Autor und Produzent des Films.
Weitere prominente Interviewpartner oder bekannte Persönlichkeiten sind nicht im gleichen Maße sichtbar wie bei manch anderen Dokumentationen – der Fokus liegt eher auf persönlichen Geschichten und weniger auf Celebrities.
Highlight: Der Film verknüpft Geschichten mit gesellschaftlichen Normen – ganz ohne Schuldzuweisungen. Es geht nicht darum, Männern Vorwürfe zu machen, sondern Verständnis zu wecken: Wie sehr übernehmen wir unausgesprochene Regeln, wie tief wirkt das in uns, und wie befreiend kann es sein, darüber zu sprechen. Die Szenen, in denen Männer darüber reflektieren, was man ihnen „als Mann“ beigebracht hat, sind besonders berührend und regen zum Nachdenken an.
Schon gewusst? „Beyond Men and Masculinity“ wurde 2020 in Großbritannien produziert und dauert nur knapp eine Stunde – gerade lang genug, um in die Tiefe zu gehen. Regisseur Alex Gabbay entschied sich bewusst für ein dokumentarisches Format, das keine Anklage ist, sondern einen Dialog sucht. Der Film verzichtet auf bekannte Namen oder Prominenz und rückt stattdessen reale Geschichten in den Mittelpunkt – von Männern, die lernen, über Verletzlichkeit, Druck und Erwartungen zu sprechen.
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