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Celine Songs Regiedebüt erzählt von einer Verbindung, die nie ganz zur Beziehung wurde und gerade deshalb so viel Gewicht bekommt. „Past Lives“ ist ein sensibler Film über Sehnsucht, Identität und die Schönheit des Unausgesprochenen.
(Quelle: MUBI)
Genre: Drama, Liebesfilm, Coming-of-Age
Für Fans von: Before Sunrise, In the Mood for Love, Lost in Translation
Awards: Zwei Oscar-Nominierungen 2024 als Bester Film und für das Beste Originaldrehbuch, fünf Golden-Globe-Nominierungen, darunter Bester Film – Drama, Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin – Drama, und viele weitere Nominierungen sowie Auszeichnungen.
Worum geht’s? Na-young und Hae-sung wachsen in Seoul auf. Sie gehen gemeinsam zur Schule, konkurrieren miteinander, necken sich, mögen sich auf diese unaufgeregte, beinahe selbstverständlich wirkende Art, wie es Kinder tun, wenn sie noch nicht wissen, welche Bedeutung eine Verbindung später einmal bekommen kann. Dann bricht diese gemeinsame Welt zusammen: Na-youngs Familie wandert nach Kanada aus, aus Na-young wird Nora, aus der Kindheitsfreundschaft eine ferne Erinnerung.
Zwölf Jahre später ist Nora in New York angekommen und arbeitet an ihrer Zukunft als Autorin. Hae-sung lebt noch in Südkorea, hat Militärdienst geleistet, studiert Ingenieurwesen und scheint in einem ganz anderen Rhythmus zu existieren. Als sie sich online wiederfinden, entsteht eine neue Nähe, diesmal über Bildschirme und Zeitzonen hinweg. Die Gespräche sind zärtlich, tastend, manchmal fast banal – und gerade deshalb so aufgeladen. Es geht nicht um große Liebesschwüre, sondern um das merkwürdige Gefühl, einen Menschen wiederzuerkennen, der eigentlich längst aus dem eigenen Leben verschwunden ist.
WerStreamt.es?
Bekannte Gesichter: Greta Lee (Matrjoschka, The Morning Show, Miracle Workers), Teo Yoo (Leto, Die Frau im Nebel, Love to Hate You), John Magaro als Arthur (The Bride! – Es lebe die Braut, The Agency, The Umbrella Academy)
Highlight: Das Besondere an „Past Lives“ ist seine Zurückhaltung. Celine Song erzählt eine Geschichte, die in anderen Filmen leicht melodramatisch werden könnte, mit großer Ruhe und erstaunlicher Präzision. Jeder Blick, jede Pause, jedes Gespräch scheint genau abgewogen, aber nie künstlich. Greta Lee spielt Nora als Frau, die mehrere Versionen ihrer selbst in sich trägt: das Kind aus Seoul, die ehrgeizige junge Autorin in New York, die Ehefrau, die Migrantin, die Tochter, die in einer anderen Sprache träumt, als sie im Alltag spricht. Teo Yoo gibt Hae-sung eine stille Schwere, die nie aufdringlich wirkt.
Schon gewusst? Zentral ist das koreanische Konzept In-Yun, das der Film als Vorstellung von Schicksal und Verbindungen über frühere Leben hinweg aufgreift. Celine Song nutzt diesen Gedanken jedoch nicht als mystischen Kniff, sondern als poetische Sprache für etwas sehr Menschliches: Manche Beziehungen fühlen sich größer an als die Zeit, die tatsächlich mit ihnen verbracht wurde.
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